Früher war die Sache klar. Sex gab es erst nach der Heirat und auch dann nur nach bestimmten Regeln. Die einen hatte der Staat festgelegt und den interessierten vor allem, dass alles nach Recht und Ordnung zuging. Die anderen Regeln kamen von der Kirche, und die hatte ganz genaue Vorstellungen davon, was zwischen Mann und Frau erlaubt ist und was nicht.
Wobei es in vielen Ländern vor allem der Einfluss der Kirchen war, die die Worte des Gesetzes entscheidend mitbestimmten und dabei ganz gezielt ihre Wertvorstellungen einbrachten. Ein typisches Beispiel dafür ist das Recht des Hausherrn, seine Frau zu züchtigen, wenn sie ihm nicht gehorcht, ohne dass im Einzelnen festgelegt war, wie und wann das geschehen durfte.
Das entsprach dem bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts noch üblichen Brauch, der auf schon Jahrhunderte alten Traditionen beruhte. Auf eine präzisere Festlegung, was dabei genau erlaubt und was verboten war, verzichtete daher der Gesetzestext, den es schon seit dem Kaiserreich gab. Ein Hausherr wusste offensichtlich, was er zu tun hatte und genoss bei der Herrschaft über die Bewohner seines Hauses weitreichende Freiheiten.
Wobei bemerkenswert ist, dass sich das Züchtigungsrecht des Hausherrn nicht nur auf die eigene Ehefrau erstreckte. Auch die Kinder unterlagen ausnahmslos demselben Recht. Genauso wie die Mägde und Knechte eines Bauernhofes und die Bediensteten in einem Haushalt in der Stadt. Recht war Recht und jeder wusste, was ihm blühte, falls er dagegen verstoßen sollte. Die Geschichtsbücher aus jener Zeit sind daher voll mit Erzählungen über Hausmädchen, die nackt gemacht wurden, um den strafenden Stock zu spüren. Alles nach geltendem Recht und mit ausdrücklicher Billigung der Kirche.
Wenn sich vor ein paar Generationen eine Ehefrau weigerte, ihrem Herrn und Ehemann zu Diensten zu sein, dann wusste der, wie er damit umgehen musste. Wer nicht pariert, wird bestraft, lautete das einfache Prinzip und wenn sie herumzickte, dann hat sie ihr Herr und Ehemann eben gründlich verdroschen. Gefickt wurde sie danach trotzdem. Das war schließlich sein Recht. Das stand in der Bibel und im Gesetz. Dafür hatte er sie letztendlich geheiratet.
Wenn man unser Jahrtausend ausklammert, in dem sich offenbar alle Werte und Normen immer mehr in Luft auflösen, war das Prinzip eigentlich über viele Jahrhunderte klar: Der Mann war der Herr und seiner Gewalt unterlagen praktisch alle, die unter dem Dach seines Hauses lebten und von ihm ernährt wurden.
Und da es keine genaueren Regeln gab, wie weit das Züchtigungsrecht eine Hausherrn gehen durfte, konnte er eigentlich nach Gutdünken handeln und musste niemand dafür Rechenschaft ablegen. Und so bevorzugte der Bauer auf dem Land einen dicken Haselnussstock, wenn eine seiner Mägde aus der Reihe tanzte. Der Verwalter eines Pferdegestüts benutzte die ohnehin stets griffbereite Reitgerte, um für Zucht und Ordnung zu sorgen. Und in jedem Klassenzimmer hing ein fingerdicker Rohrstock an der Wand, der durchaus nicht nur als Warnung diente.
Irgendwann in den sechziger Jahren begann dann die Zeit der Psychologen und die über viele Generationen hinweg gültigen Regel galten plötzlich nicht mehr. Seitdem läuft jede Strafe, die über Hausarrest hinausgeht, unter häuslicher Gewalt. Ein paar Striemen waren plötzlich Gegenstand ärztlicher Untersuchungen und niemand fragte nach dem Grund dafür. Bestrafte Kinder und auch Ehefrauen wurden fortan als „Opfer“ bezeichnet und eine gewöhnliche Tracht Prügel mutierte zur traumatischen Erfahrung. Ein autoritärer Vater, der noch einen Rohrstock besaß und gelegentlich auch nutzte, wurde als gemeingefährlicher Schläger diffamiert.
Die Menschheit war irgendwie vom rechten Weg abgekommen.
Dabei weiß doch eigentlich jeder halbwegs intelligente Mensch, dass ein Gemeinwesen immer autoritär ist und ohne feste Regeln nicht funktioniert. Ein Staat muss Gesetze erlassen, damit das Zusammenwirken unter den Menschen reibungslos verläuft und jeder weiß, was richtig und falsch ist. Jede Gemeinde lässt sich tausend Verwaltungsvorschriften einfallen, an die sich jeder hält, auch wenn er anderer Meinung ist. Jeder Kleingartenverein hat eine Satzung, die genau regelt, was akzeptiert wird und was nicht. Auch jedes Unternehmen setzt auf feste Regeln, die dem Einzelnen sagen, was er zu tun hat, wann Mittagspause ist und wie viele Urlaubstage ihm zustehen.
Demokratische Unternehmen, in denen jeder mitbestimmen konnte, hat es zwar hin und wieder gegeben. Aber als erfolgreich sind sie nicht in die Geschichte eingegangen.
Wer in einem Unternehmen arbeitet, hat daher nur wenige Freiheiten. Er ist weisungsgebunden und hat zu tun, was man ihm sagt. Missachtet er eine der geltenden Regeln, muss er mit Disziplinarmaßnahmen rechnen. Er hat kein Problem damit, weil er es nicht anders kennt. Er tut es stillschweigend, auch wenn er manchmal völlig anderer Meinung ist.
Denn instinktiv wissen wir, dass Menschen nur etwas erreichen können, wenn alle an einem Strang ziehen. Wir halten es auch für völlig normal, dass es überall im Leben festgefügte Hierarchien gibt, die alle von oben nach unten organisiert sind. Das heißt, wenige Führer, Vorgesetzte oder Befehlsgeber entscheiden und alle anderen ordnen sich unter und führen aus. Schließlich kann man nicht jedes Detail endlos diskutieren, auch wenn ein solches basisdemokratisches Verhalten durchaus seine Befürworter hat.
Wir akzeptieren auch, dass jeder, der eine der unzähligen Gesetze, Verordnungen oder Vorschriften missachtet, zur Rechenschaft gezogen wird. Wer falsch parkt, erhält einen Strafzettel und muss bezahlen. Wer die Vereinssatzung nicht einhält, muss den Verein verlassen. Wer den Betriebsfrieden stört, wird entlassen. Wer etwas ganz Schlimmes angestellt hat, kommt vor Gericht, wird verurteilt und verliert seine Freiheit.
Denn ohne Strafen, die dem Einzelnen wehtun, funktioniert das gesamte Regelwerk nicht. Ohne Bußgelder und Freiheitsentzug würde jeder machen, was er will und am Ende würde sich ganz einfach das Recht des Stärkeren durchsetzen.
In der allerkleinsten menschlichen Gemeinschaft, der Familie, ist das nicht viel anders. Auch hier herrscht Chaos, wenn sich nicht jeder an bestimmte Regeln hält. Zwar kann man hier durchaus einige basisdemokratische Elemente umsetzen, aber am Ende muss es immer eine Instanz geben, die das letzte Wort hat. Und das ist sowohl in der Zweierbeziehung als auch in der Familie logischerweise der Mann. Er reagiert nicht nur erheblich weniger emotional. Er ist auch mental stabiler, um auch in kritischen Situationen einen klaren Kopf zu bewahren.
Doch er kein seiner Aufgabe nur gerecht werden, wenn er in der Lage ist, dafür zu sorgen, dass einmal getroffene Entscheidungen auch umgesetzt werden. Und er muss die Macht haben, diejenigen, die sich dagegen wehren, wirksam zu bestrafen. Das gilt nicht nur in einem Haushalt mit Kindern. Auch in der Zweierbeziehung gilt genau dasselbe Prinzip. Einmal getroffen Entscheidung haben entweder für beide Partner Gültigkeit, oder die Beziehung reibt sich in ständigen Streitigkeiten auf und ist irgendwann zu Ende.
Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach und überall gleich: Wer nicht mitspielt, gehört nicht dazu und muss die Gemeinschaft verlassen. Oder er wird bestraft und wird danach weiterhin geduldet.
Unstimmig ist nur, dass es heute in einer Familie zwar eine Legislative für die Festlegung gemeinsamer Regeln gibt. Es gibt auch eine Judikative, die auf die Einhaltung dieser Regeln achtet und darürber entscheidet, was mit denen geschehen soll, die eine Regel missachten. Aber es gibt eigentlich keine Exekutive mehr, denn Zwangsmaßnahmen zur Durchsetzung der Regeln einer Familie oder eines Paares sind nicht vorgesehen.
Aber ein Regelwerk funktioniert letztendlich nur, solange sich alle daran halten. Sobald das nicht mehr der Fall ist, verliert irgendwann alles seine Bedeutung. Regeln sind nur leere Worte ohne konkrete Bedeutung, denn jeder weiß, dass ihre Übertretung keinerlei konkrete Folgen hat.
Das Ergebnis sieht man an der Vielzahl zerrütteter Ehen die mittlerweile zur Normalität zählen. Das ist auch an der Anzahl an problembehafteten Patchwork-Familien zu erkennen, die später daraus entstehen. Was früher ein verlässliches Eheversprechen war, ist heute eben nur noch eine Vereinbarung auf Zeit. Das früher ganz konkrete „bis dass der Tod euch scheidet“ wurde durch das unverbindliche „bis ihr euch auseinandergelebt habt“ ersetzt.
Und der Grund dafür sind fehlende Regeln und vor allem fehlende Zwänge, sich daran zu halten.
Der Vater kann sich zwar heute als Familienoberhaupt sehen. Er kann gewissermaßen als gesetzgebende Gewalt bestimmte grundsätzliche Entscheidungen treffen. Er kann auch als familiäre Judikative ganz konkrete Regeln festlegen, an die sich alle zu halten haben. Aber wenn seine Frau ihn dabei nicht unterstützt und ständig dieses Regelwerk unterläuft, steht er schnell auf verlorenem Posten da und kann nichts dagegen tun.
Er kann zwar anordnen, dass seine Tochter die Party am Samstagabend zu einem bestimmten Zeitpunkt zu verlassen und nach Hause zurückzukehren hat. Aber wenn sie sich nicht daran hält, verpuffen seine Worte ohne Wirkung. Er kann dann nur noch mit Schimpfen und Schreien seine Verärgerung zeigen. Aber konkret bewirken wird er damit nichts.
Ganz einfach, weil es eine wirksame Exekutive auf Familienebene nicht mehr gibt. Es gibt zwar eine Hierarchie. Es gibt vielleicht sogar feste Regeln. Aber niemand hat irgendwelche Konsequenzen zu befürchten, wenn diese Regeln übertreten werden. Die Tochter kann also ganz cool bleiben und sich kommentarlos die Beschimpfungen ihres Vaters anhören. Sie kann sich sogar mit ihm streiten. Aber am Ende kann sie ganz beruhigt in ihr Zimmer gehen und den Alkoholrausch der wilden Party ausschlafen. Sie weiß, dass ihr nichts geschehen wird. Keine Tracht Prügel. Keine Ohrfeige. Nichts, wovor sie Angst haben und das ihr Verhalten nachhaltig verändern könnte.
Das Gesetz des Landes hat nämlich dem Vater die Hände gebunden. Und zwar beide Hände, denn die Tochter hat Rechte, die weit über seiner früheren Autorität stehen. Zum Beispiel das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das selbst eine spontane Ohrfeige zur strafbaren Handlung macht. Der Begriff „elterliche Gewalt“ wurde daher auch still und ohne großes Aufsehen aus dem Gesetzestext gestrichen und zur wenig konkreten „elterlichen Fürsorge“ gemacht.
Eltern sind also verpflichtet, für ihre Kinder zu sorgen. Aber sie haben kein Recht mehr, sie zu disziplinieren. Sie können Regeln erlassen, haben aber keine wirksame Möglichkeit, diese auch durchzusetzen. Der Herr des Hauses ist damit heute kein wirklicher Herr mehr. Er ist zu einer Art Diener seiner Familie geworden, der sich pausenlos mit Forderungen konfrontiert sieht, für die er aufkommen muss, ohne auch nur die geringste Möglichkeit zu haben, dirigierend einzugreifen oder gar seine Regeln wirksam durchzusetzen.
Das ist in etwa so, als würde ein Angestellter schlicht und einfach seine Anwesenheitspflicht verletzen und früher nach Hause gehen, ohne dass das Unternehmen die Möglichkeit hätte, sein Gehalt zu kürzen oder ihn gar zu entlassen.
Die Welt ist daher in weiten Bereichen disfunktional geworden, denn wo die kleinste Einheit des menschlichen Zusammenspiels nicht mehr funktioniert, da wird auch die Gesellschaft als Ganzes nicht mehr funktionieren. Wo Kinder zu Hause keinen Respekt mehr vor irgendjemand haben, da werden sie auch keinen Lehrer respektieren, Gesetze ignorieren und sich Straßenkämpfe mit der Polizei liefern. Sie haben nie gelernt, was Unterordnung bedeutet nd werden auf Dauer auch keinen Job halten können, weil sie ständig überall anecken.
Eine Situation, die dringend nach einer Reform verlangt. Nach einer Rückkehr zu Zuständen, wie sie früher einmal waren. Nach Recht und Ordnung. Nach Struktur und Autorität. Nach dem Prinzip Schuld und Sühne. Nach der Wiedereinführung von Strafen und zwar vom kleinen Kind über den heranwachsenden Teenager bis zum Erwachsenen.
Dafür muss eigentlich nichts neu erfunden werden. Es genügt schon, sich die Lebensweise vor zwei, drei Generationen anzusehen und zu den bewährten Prinzipien zurückzukehren.
Damals war der Ehemann noch Herr seiner Frau. Sein Wille zählte, sein Wort hatte Gewicht und sein Zorn wurde gefürchtet. Er führte seine junge Frau in die Liebe ein und zeigte ihr, was er sich unter zufriedenstellenden Sex vorstellte. Er zeigte ihr im tagtäglichen Umgang, dass er sie liebte und ihren Beitrag zum gemeinsamen Leben schätzte. Die Finanzen waren Männersache und damit ein Thema, das sie nichts anging. Sie erhielt Haushaltsgeld und ein kleines Taschengeld für ihre persönlichen Bedürfnisse. Alles war geregelt und jeder wusste genau, was seine Aufgaben waren.
Aber jeder Mensch ist unvollkommen und so manche Frau begehrte irgendwann gegen das Reglement ihres Ehemannes auf. Doch ein richtiger Mann ließ sich seinerzeit nicht auf endlose Diskussionen oder gar Streitigkeiten mit einem Weib ein. Er nahm einfach den extra dafür angefertigten Lederriemen und zeigte ihr, wer der Herr im Haus war und wer sich zu fügen hatte. Und weil ihn die Züchtigung seines Weibes erregte, setzte er die Züchtigung gleich mit einem Akt der Unterwerfung fort und machte ihr mit seinem harten Penis klar, dass er es war, der über sie herrschte und über Schmerz und Lust entschied.
Diese Praxis ist seit Jahrtausenden bestens bewährt und wird in zahlreichen Ländern dieser Welt noch heute unverändert praktiziert. Denn der Virus der Emanzipation ist noch lange nicht bis in die entferntesten Enden dieser Welt durchgedrungen und damit auch nicht die vor allem im angelsächsischen Raum übliche Bekämpfung jeder Art von körperlicher Züchtigung.
In diesem Zusammenhang muss auch ein Phänomen erwähnt werden, das nur wenig bekannt ist und über das man auch kaum etwas liest: Erfahrene dominante Männer wissen, dass eine Frau nicht nur wimmert oder schreit, wenn sie das Brennen des Lederriemens spürt. Sie wird auch feucht. Besonders, wenn ihre Strafe zu Ende ist, breitet sich eine Hitze zwischen ihren Beinen aus, die offensichtlich sexuelles Verlangen auslöst. Ein Mann sieht sich daher geradezu dazu auffordert, ihr Feuer zu löschen und ihr Verlangen zu befriedigen. Dieses offensichtlich natürliche Verhalten ist nicht wirklich erklärbar. Aber es ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Frau geradezu erwartet, für Fehlverhalten bestraft zu werden und dies gewissermaßen als sexuellen Akt empfindet.
Mit anderen Worten: Eine Frau erwartet es geradezu, für ihr Fehlverhalten zurechtgewiesen zu werden und das auf eine Weise, die sie spüren kann. Sie erwartet von ihrem Mann Führung und Zurechtweisung. Das war früher ganz selbstverständlich. Das hat sie bis in die 1950er Jahre hinein mit ihrem Jawort am Traualtar ausdrücklich bestätigt. Und das erwartet sie insgeheim auch heute noch. Ein richtiger Mann fragt sie nicht untertänig, was sie gerne möchte. Er sagt ihr, was er will und von ihr erwartet.
Wenn er sie gelegentlich hart anfasst, dann ist sie darüber nicht entrüstet, sondern sieht darin einen Ausdruck seiner Männlichkeit. Sie sieht sich nicht bedroht oder glaubt, dass seine Liebe erloschen ist. Sie empfindet es als ein eindeutiges Zeichen dafür, dass er sich für sie verantwortlich fühlt und seine Aufgabe als ihr Beschützer ernst nimmt.
Dieses Spiel zwischen Macht und Unterwerfung bestimmte seit Beginn der Menschheit praktisch jede Beziehung und es war allein der Mann, der dabei den Ton angab. Aber es ist nicht nur kennzeichnend für den Zeitgeist, der über Jahrtausende das Leben der Menschen bestimmte. Es ist auch ein Teil der genetisch bedingten Struktur des Weibes und man kann davon ausgehen, dass die damit verbundenen Instinkte tief in jeder Frau fest verankert und damit Teil ihrer Persönlichkeit sind.
Doch beim Mann verhält es sich genauso. Auch er handelt nach einem tief sitzenden Instinkt, der vielleicht nicht immer bewusst wahrgenommen wird, aber ganz wesentlich sein Denken und Handeln bestimmt. Ein entschlossener Mann besteht daher darauf, derjenige in der Familie oder Beziehung zu sein, der die Regeln bestimmt, ihre Einhaltung überwacht und jede Übertretung gnadenlos bestraft. Sein Testosteron sorgt dabei für die nötige Aggression und sein maskulines Denkmuster gibt im quasi das natürliche Recht, nicht nur über seine Frau, sondern auch über die Nachkommen zu herrschen, die er ihr zu verdanken hat.
Besonders in den ersten drei Jahren werden bei einem Kind die Grundstrukturen des Denkens geprägt, die später sein ganzes Leben bestimmen werden. Ein weitsichtiger Vater wird daher von Anfang an alles tun, um die wichtigste Person im Bewusstsein seines Sohnes oder seiner Tochter zu sein. Denn Kinder haben ein natürliches Urvertrauen in die Erwachsenen, die ihr Leben bestimmen und von denen sie abhängig sind. Sie brauchen Vorbilder, an denen sie sich orientieren können. Und sie verlangen nach Autorität, die ihnen ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit gibt.
Haben sie einen Vater, der diese Aufgabe ernst nimmt, dann verkörpert er diese Autorität. Denn ein Vater strahlt Konsequenz und Entschlossenheit aus. Die Mutter steht für Trost und Verständnis. Ein Vater wird respektiert. Die Mutter wird geliebt. Ein Vater zieht dem kleinen Mädchen das Höschen zwischen den Pobacken stramm und schlägt zu, ganz gleich wie laut es dabei kreischt und wie wild es zappelt. Die Mutter trocknet anschließend die Tränen.
Wobei es vor allem die Mädchen sind, die sich von der Autorität ihres Vaters fasziniert sind und nicht selten ein ganzes Leben lang seinen Rat suchen und seine Weisheit schätzen. Und die schon in jungen Jahren lernen, dass sie in einer Welt leben, die von Männern dominiert wird und in der Männer wie ihr Vater die Regeln bestimmen und das entscheidende letzte Wort haben.
